Prozessionen zu Maria Himmelfahrt

Traditionen und Brauchtum

In den katholischen Schriften aus dem 14. Jahrhundert findet man für den Tag Mariä Himmelfahrt die Bezeichnung: "„Unserer Lieben Frauen Wurzelweihe“ oder auch "Büschelfrauentag". Aus diesem Grund werden in der katholischen Kirche an diesem Tag vermehrt Kräuter gesegnet. Dazu gehören z.B. Johanniskraut, Eisenkraut, Beifuß, Wermut, Schafgarbe und Tausendgüldenkraut. Dieser Brauch ist vermutlich auf Marias Liebe zu Blumen und Pflanzen zurück zu führen. In der Volkskunde wird auch die Tatsache diskutiert, dass bei der Suche nach ihrem Leichnam lediglich Lilien und Kräuter auf der Grabstelle gefunden worden sein sollen.

Es finden (vor allem im süddeutschen Raum) auch Prozessionen statt. Die bekannteste ist wohl die Fatima Schiffsprozession auf dem Bodensee. Wallfahrten finden vor allem im Raum Warendorf/Münster statt. Weiterhin ist Mariä Himmelfahrt der Auftakt für die folgenden 30 Tage, die als segensreich gelten und an Marias Namenstag im September zu Ende gehen.

In der orthodoxen Kirche geht das Fest rund um die Entschlafung Marias zwei Wochen lang. In dieser Zeit wird traditionell auf viele Dinge wie Fleisch und Alkohol verzichtet.

In der Armenisch Apostolischen Kirche wird an Mariä Himmelfahrt die Traubenernte gesegnet. Es folgt die Verarbeitung der Ernte. Diese Maßnahme hat sich im Laufe der Zeit mit dem christlichen Glauben verwoben und ist heute unabdingbarer Bestandteil der dortigen Weinherstellung.

Bekannte Bauernregeln rund um Mariä Himmelfahrt

  • "Hat Maria gut Wetter wenn sie zum Himmel fährt, sie dir einen schöne Tag beschert"
  • "Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so es noch zwei Wochen bleiben mag"
  • "Wie das Wetter am Maria Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag"